Klinger-Schwestern: Vom Schnee in den Sand

Die Klinger-Schwestern aus Österreich waren erfolgreiche Nachwuchs-Skifahrerinnen. Trotzdem haben sie sich entschieden, voll auf Beachvolleyball zu setzen. Ein paar Antworten zu einer schönen Sport-Geschichte.

Was ist euch lieber? Sommer oder Winter?
Sommer, absolut.

Probiert ihr gerne Dinge aus?
Ja klar. Vor allem sportlich (lachend). Unsere Mama war Leichtathletin, unser Vater ist Sportwissenschaftler, die Eltern führen eine Skischule – wir haben immer viele Sportarten ausprobiert. Neben Skifahren, wo wir beide in Nachwuchskadern waren auch noch Leichtathletik, Tennis und Stabhochsprung. Als Hobby kommt auch noch Windsurfen dazu.

Lieber Sand oder Schnee?
Sand, heute ist das ganz klar.

Warum seid ihr auf Beachvolleyball umgestiegen? Was gefällt euch daran besonders?
Uns gefällt die super Kombination aus Einzel- und Teamsport. Es ist ein Teamsport in einem so kleinen Team, dass man immer auch Einzelkämpferin sein muss, um erfolgreich sein zu können. Man muss sich selbst aus einem Tief herausfinden. Das ist uns wohl vom Skisport geblieben.

Fasst doch eure bisherigen Sportstationen kurz zusammen.
Wir waren beide im Skifahren recht erfolgreich und in verschiedenen Nachwuchs- und Landeskadern. Beachvolleyball spielen wir erst seit zweieinhalb Jahren und als Team spielen wir erst in diesem Jahr zusammen. Wir wurden 2018 zusammen an der U22 Europameisterschaft Fünfte und haben uns auch an einem World Tour 1-star auf dem fünften Platz klassiert. Inzwischen sind wir im Nachwuchs-Kader Österreichs und die Nr. 4 oder 5 der Beachvolleyball-Teams.

Wie ist es, mit seiner Schwester zu spielen. Ein Vor- oder Nachteil?
Es ist wie bei besten Freundinnen, manchmal geht man sich auf die Nerven. Insgesamt verstehen wir uns aber bestens und sehen darin mehr Vorteile. Es ist eine Art blindes Vertrauen, wie man es nur als Geschwister haben kann.

Was sagen eure Eltern dazu, die ja eine Schneesport-Schule führen?
Die waren am Anfang natürlich nicht begeistert, da sie in die Schule sehr viel investiert haben und wir als Skifahrerinnen ja durchaus erfolgreich waren. Inzwischen stehen sie aber voll hinter unserem „neuen“ Sport. Unser Vater trainiert uns oft – er ist zwar kein Volleyball-Spezialist, als Sportwissenschaftler kann er uns aber trotzdem in vielen Bereichen vorwärts bringen.