Eine heisse Beacharena 2018 ist zu Ende

Die offizielle Schluss-Pressemitteilung:

Herren: Gold für Russland, Silber für die Schweiz – heisse Beacharena 2018 zu Ende

Am Finaltag der Herren standen noch vier Spiele und das Promi-Fun-Gedächtnis-Turnier für den ehemaligen und früh verstorbenen OK-Präsidenten Patrick Schürmann auf dem Programm.

Rund 12’000 Zuschauerinnen und Zuschauer besuchten die Beacharena 2018. Das Interesse an den FL-Spielen war wie immer gross. Freitag- und Samstagabend war das Stadion ebenfalls wie in den letzten Jahren komplett voll. Das Wetter war fast über die zwei gesamten Wochen hochsommerlich heiss. Sportlich war das Turnier top, wie OK-Präsident Philippe Schürmann zusammenfasst: „Wir sind sehr zufrieden. Dass wir neu wieder ein FIVB-Turnier und damit Teil der World Tour sind, hat zu einer weiteren Internationalisierung geführt. Das Niveau ist höher und wir haben wieder Teams aus der ganzen Welt dabei.“

Die Russen Myskiv/Samoday gewinnen das zweite Turnier hintereinander, Silber für die Schweiz

Die Russen Myskiv/Samoday sind weiter im Hoch. Nach dem Durchmarsch von der Qualifikation bis zum Turniersieg letzte Woche sind sie auch in Vaduz direkt ins Halbfinale vorgestossen. Dort trafen sie auf die Ukrainer Popov/Iemelianchy. Dieses Duell hat eine ganz spezielle Geschichte: Samoday und Popov waren als Nachwuchsspieler zusammen sehr erfolgreich, bevor Samoday zuerst nach Kasachstan zog und heute für Russland spielt. Das „Partner-Duell“ war hochklassig und als eines der längsten Spiele des Turniers extrem spannend. Der erste Satz endete 31:29 zugunsten der Russen. Der zweite Satz war mit 21:14 deutlicher.

Im zweiten Halbfinale trafen die Schweizer Breer/Haussener auf die Polen Paszkowski/Lysikowski. Das Schweizer Nachwuchsteam hat sich in einem hochklassigen Schweizer ¼-Finale gegen die Nummer 1 des Turniers Métral/Hagenbuch durchgesetzt. Und auch gegen die Polen setzten sie ihr fast fehlerfreies Spiel fort. Mit ihrer Schnelligkeit, taktischen Reife und Coolness machten sie es ihren Gegnern erneut sehr schwer zu Punkten und setzten sich verdient 2:0 durch. Sie meinten nach dem Spiel: „Es war sicher nicht unser bestes Spiel, wir haben aber ein paar Fehler weniger gemacht als die Polen. Das versuchen wir nun im Final noch besser zu machen und wollen auch diesen gewinnen.“

Das kleine Finale war eine klare Sache für Popov/Iemelianchyk. Die Ukrainer erhielten keine allzu grosse Gegenwehr von den Polen Paszkowski/Lysikowski und sicherten sich die Bronze-Medaille klar und deutlich.

Im Finale zeigten die Schweizer Breer/Haussener im mit 1’000 Beachvolleyball-Fans voll besetzten Stadion erneut, wie schwierig es ist, gegen sie Punkte zu erzielen. Den absolut ausgeglichenen ersten Satz sicherten sie sich mit dem 7. Satzball 31:29. Der zweite Satz ging etwas klarer an die Russen (21:17). Das Spiel blieb hochklassig und bot mit dem 3. Satz einen würdigen Abschluss des FIVB World Tour Turniers in Vaduz. Mit dem besseren Ende für die Russen (15:11) und damit erneut Gold wie schon letzte Woche in Ljubljana.

Die Russen blieben auch nach dem Sieg bescheiden und verwiesen erneut auf ihre harte Arbeit, mit der sie jeden Tag versuchen besser zu werden. „Natürlich sind wir sehr glücklich über den zweiten Turniererfolg in zwei Wochen. Wir werden weiter versuchen, jeden Tag besser zu werden.“

Die Liechtensteiner Gahr/von Deichmann feierten mit dem Sieg gegen die Türken Sagir/Ozdemir und dem neunten Platz einer ihrer grössten Erfolge an einem internationalen Turnier. Die Liechtensteiner zeigten sich denn auch zufrieden mit ihrer Leistung: „Das Niveau am Turnier war gewohnt hoch. Wir sind zufrieden, dass wir auch in den Spielen, die wir verloren haben, mithalten konnten. Und unser Sieg gegen das türkische Team war natürlich ein grosser Erfolg. Es hat sehr viel Spass gemacht, zuhause vor so vielen Zuschauern zu spielen.“

Frauen: Gold für die USA, Silber an Polen – Schweizer Nr. 1 wird Vierte

Die Halbfinals bei den Frauen lauteten Ceynowa/Kloda (Polen) gegen Manavi/Tsopoulou (Griechenland) und Wheeler/Dykstra (USA) gegen Böbner/Vergé-Dépré, die Schweizer Nummer 1 des Turniers.

Das US-Team lieferte sich mit dem Schweizer Team ein Duell auf Augenhöhe, wobei Böbner/Vergé-Dépré zu sehr in Geberlaune waren und es den Amerikanerinnen jeweils zu Satzende einfach machten. Zudem unterliefen ihnen zu viele Service-Fehler. Das US-Team schätzte es denn auch so ein, dass sie ein paar Punkte mehr aus dem Spiel heraus machten und es sehr eng war. „Wir wollten uns einfach auf uns konzentrieren und ein gutes Spiel machen. Das ist uns knapp gelungen.“ Eine klare Sache war der andere Halbfinal: Die Polinnen dominierten die Griechinnen klar. Das Verdikt war klar: 2:0 für Ceynowa/Kloda.

Im kleinen Finale zeigten die Schweizerinnen einmal mehr zwei sehr unterschiedliche Gesichter: Im ersten Satz ging gegen die Griechinnen nicht viel zusammen. Sie machten zu viele Service-Fehler und waren auch in ihren Angriffen und vor allem Block-Defense nicht konsequent genug. Im zweiten Satz ging ihre Hochrisiko-Strategie im Service wieder auf und sie dominierten Griechenland nach Belieben. Im dritten Satz wendete sich das Blatt aber bereits wieder und die Schweizerinnen verloren das Spiel 1:2 (14:21, 21:10 und 13:15). Manavi/Tsopoulou meinten, nicht viel besser gemacht zu haben, als die Schweizerinnen. „Wir haben einfach von Punkt zu Punkt geschaut und immer an uns geglaubt. Selbst, nachdem wir den zweiten Satz klar verloren hatten.“

Das grosse Finale war eine recht klare Angelegenheit: 2:0 gewannen die Amerikanerinnen 21:13 und 21:17 in 33 Minuten. Sie waren sich auch bewusst, dass sie vor allem im Side-out wesentlich stärker waren, als ihre Gegnerinnen. „Wir haben das Turnier vor allem dazu genutzt, um als Team zu wachsen und Vertrauen in uns selbst zu gewinnen. Das ist uns gut gelungen und wir sind über den Turniersieg sehr glücklich.“

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