Beachvolleyball

Es war einmal unter der Sonne Kaliforniens

1915, Hawaii, Waikiki Beach: ein provisorisches Netz, ein herrlicher Strand, Meeresrauschen und ganz viel Sonne. Eine Erfolgsstory beginnt, Beachvolleyball wird geboren. Die neue Freizeitsportart eroberte rasch die Strände Kaliforniens und Brasiliens, und bereits 1922 trugen Beachclubs die ersten Turniere aus. Der erste Club soll 1922 in Santa Monica gegründet worden sein. Die Stadt gilt seither als Wiege dieses Sports. 1927 erreichte Beachvolleyball die Küsten Europas. Die Franzosen waren schnell vom attraktiven Sport überzeugt, so setzte das Spiel auch in Europa seinen Siegeszug fort. Noch wurde ganz traditionell wie in der Halle 6 gegen 6 gespielt. Weder der Smash noch der Block waren bis zum Ende der 40er Jahre erlaubt. Dazu war das Netz zu niedrig.

Vom 6 gegen 6 zum 2 gegen 2

1947 gründeten elf europäische Staaten die Fédération Internationale de Volleyball (FIVB). Noch im selben Jahr wurden in Kalifornien die ersten Matches 2 gegen 2 ausgetragen, bevor ein Jahr später in State Beach die erste offfizielle Zweierteam-Meisterschaft gespielt wurde. Die Sieger erhielten eine Kiste Bier. Die ersten Turnier-Serien entstanden in der 50er Jahren. Schon damals setzten die Veranstalter neben Spitzensport auf ein attraktives Rahmenprogramm mit Showeinlagen und Schönheitswettbewerben.

1’500 Dollar am Strand von San Diego

1974 wurde das erste Preisgeld ausbezahlt. 1’500 Dollar gab es an den Stränden von San Diego zu gewinnen. Mit der inoffiziellen  Weltmeisterschaft bewies Beachvolleyball zum ersten Mal ihr grosses Zuschauerpotential: 30’000 Zuschauer feierten beim Finale in Kalifornien. Die Sieger gewannen 5’000 Dollar. Der Aufstieg des Beachvolleyballs lässt sich auch am sprunghaften Anstieg der Preisgelder erkennen. Der Internationale Volleyball-Verband (FIVB) ruft 1987 die World Series ins Leben, die heute World Tour heisst. 1992 trägt die Schweiz die erste nationale Meisterschaft aus.

Von der Randsportart zum Publikumsmagneten

Ein Meilenstein in der Geschichte des Beachvolleyballs ist das Jahr 1996: In Atlanta war Beachvolleyball erstmals olympische Disziplin. 2000 in Sydney war Beachvolleyball bereits der Publikumsmagnet. 2008 in Peking gab es an den Finalspielen mit 18’000 Zuschauern einen neuen Zuschauerrekord. Bei den Olympischen Spielen in London war Beachvolleyball die erfolgreichste Sportart was Ticketverkäufe, Zuschauer und auch die weltweite Übertragung anbelangt. Vor der Leichtathletik und auch dem Tennis. Die perfekte Kombination aus stimmungsvoller Party-Atmosphäre und erstklassigem Spitzensport sorgt für ausverkaufte Stadien und gute Einschaltquoten. In der Schweiz erlebte Beachvolleyball 2007 mit der Weltmeisterschaft in Gstaad einen Höhepunkt. Das Grand Slam-Turnier des Weltverbands FIVB in Gstaad zieht jedes Jahr 40’000 Zuschauer an. Absolute Spitze ist das FIVB-Turnier in Klagenfurt, das jedes Jahr zu einer Beach-Party mit 120’000 Zuschauern wird.

Jubiläum 2014: Zum 10. Mal in Vaduz

In Vaduz gibt es seit 2005 jeden Sommer professionelles Beachvolleyball im Rahmen der Beachvolleyball-Tour des europäischen Volleyballverbandes CEV. 15’000 Euro beträgt das Preisgeld. Pro Jahr kommen mehr als 10’000 Beachvolleyball-Fans nach Vaduz.