Gold für Slowenien, beim Nachwuchs Schweden und Spanien top

Die 13. Ausgabe des Vaduzer Beachvolleyball-Turniers ging in einem neuen erweiterten Format glücklich und erfolgreich zu Ende. Die Slowenen sicherten sich den Sieg bei den Herren, am Abend zuvor setzten sich die Schweizerinnen ebenfalls in einem Top-Finalspiel durch. Insgesamt drei Turniere lockten in 10 Tagen 16’000 Zuschauerinnen und Zuschauer ins Städtle. 11’500 in der ersten und 4’500 in der zweiten Woche. Das Konzept der Beacharena mit mehreren Turnieren kam sowohl bei Sponsoren und dem Publikum sehr gut an. Die Kleinstaaten-EM, das bereits etablierte CEV Satellite-Turnier und der Youth Continental Cup, der Nachwuchsteams als Qualifikationsturnier für die Olympischen Jugendspiele dient, boten einen spannenden und konzentrierten Mix aus ganz unterschiedlichen Beachvolleyball-Events. Was unverändert blieb: Der faszinierende Sport Beachvolleyball, der mit seinem Mix aus Power, Finesse und Strand viele Fans hat.

Am letzten Tag der Beacharena 2017 kamen nochmals gut 4’000 Beachvolley-Fans ins Stadion. Das Wetter spielte mit besten Bedingungen mit. Die Slowenen Zemljak/Pokeršnik, die Nr. 9 des Turniers, hatten im Finale die Möglichkeit, sich für die Niederlage der Runde 3 gegen die Italiener Caminati/Rossi zu revanchieren. Dies gelang ihnen in einem fantastischen Spiel mit unglaublich langen Rallies 2-1 (20-22, 21-12, 18-16). Dazu mussten sie aber heute zuerst noch im Loser-Tableau das deutsche Team Fuchs/Walkenhorst und die Engländer Gregory/Sheaf im Halbfinale besiegen. Dies taten sie mit Bravour. Nach dem Finalsieg meinten sie: „In Runde 3 haben wir gegen Caminati/Rossi noch ziemlich deutlich verloren, nun ist uns die Revanche geglückt. Fantastisch. Wir haben nach unserer Matchanalyse etwas mehr auf Caminati serviert und waren damit erfolgreicher. Wir haben das erste Mal in Vaduz gespielt, das Turnier, das volle Stadion und die Stimmung waren super.“

Platz 3 sicherten sich die Franzosen Loiseau/Gauthier-Rat mit einer überragenden Turnierleistung. Damit holten sie nach Gold am Satellite in Götheborg die zweite Satellite-Medaille in diesem Jahr. Dazu gewannen sie heute Morgen zuerst gegen die Schweizer Nr. 1 2-1 (21-17, 16-21, 21-19) in einem hitzigen aber fairen Fight und meinten danach ganz bescheiden: „Die Schweizer sind ein echtes Top-Team und haben so viele Cracks geschlagen in der letzten Zeit. Wir waren absolute Aussenseiter, wollten heute etwas von ihnen lernen und so gut wie möglich spielen. Dass wir gewonnen haben, ist einfach fantastisch.“ Ihre Einstellung lautet ganz nach Michael Jordan: I never lose, either I win or learn. Im Halbfinal „lernten“ sie dann von den Italienern Caminati/Rossi und mussten sich mit dem kleinen Finale begnügen. Diesen entschieden sie im 3. Satz klar für sich, zuvor lieferten sie sich mit den Engländern Gregory/Sheaf einen offenen, hochklassigen Schlagabtausch, bei dem die Franzosen phasenweise unglaubliches Power-Volleyball zeigten und im richtigen Moment trotzdem variieren konnten. Nach dem Gewinn von Bronze waren sie überglücklich und stolz: „Wir sind sehr stolz hier in Vaduz Bronze gewonnen zu haben. Das Niveau am Turnier war unglaublich hoch, es war das beste Satellite, das wir je gespielt haben. Es hat grossen Spass gemacht, vielen Dank.“

Spanien und Schweden werden Favoriten-Rolle beim CEV Youth Continental Cup gerecht

Die Spanierinnen Soler/Moreno gewannen den Youth Continental Cup. Silber geht an Österreich (Klinger/Dirnhofer). Bei den Jungs geht der Titel nach Schweden. Andersson/Åhman bezwangen die Österreicher Reiter/Leitner. Für Spanien und Schweden geht die Qualifikation für Buenos Aires 2018 damit weiter. Die Liechtensteiner Nachwuchsteams Belinda Jehle/Michelle Tijkorte und Severin Broder/Jannis Wymann wurden mit der Teilnahme näher an internationale Turniere herangeführt. Von einem Satzgewinn waren sie noch etwas entfernt. Gemäss der Nachwuchs-Nationaltrainerin Petra Schifferle-Walser ist es das Ziel solcher Einsätze, die Teams „internationale Luft schnuppern zu lassen und so viel wie möglich zu profitieren“.

Die Schweden betonten jubelnd, wie wichtig dieser Titel für sie ist: „Der Titel bedeutet uns sehr viel und bringt uns sehr viel Selbstvertrauen für den weiteren Weg auf der Qualifikation.“ Und lieferten gleich wie die Profis gleich ihren Gameplan hinterher: „Unser Ziel war es, die Österreicher beim Spielaufbau mit starken Services weit weg vom Netz zu halten. Das ist uns gut gelungen.“

Ein kurzer Rückblick auf das Frauenturnier: „Einfach nur geniessen“

Das wollten die Schweizerinnen im Finale. Die Stimmung in Vaduz, das zum Bersten volle Stadion und das insgesamt sehr erfolgreiche Turnier, das sie mit der Qualifikation starteten. Und das gelang ihnen. Sie setzten sich gegen die Tschechinnen Bonnerova/Nakladalova in einem begeisternden Spiel mit 2-1 (21-19, 16-21, 15-11) durch.

Zum Abschluss ein Statement des OK-Präsidenten Philippe Schürmann: „Das Wetter hätte speziell in der zweiten Woche etwas besser sein können. Die 13. Ausgabe unseres Events war aber insgesamt eine sehr glückliche. Das neue Stadion mit dem überdachten Catering-Bereich hat sich schon beim ersten Mal bewährt, das Satellite-Turnier war betreffend Niveau eines der besten, das wir je hatten. Alles in allem hat alles gut geklappt und wir konnten Vaduz hoffentlich 10 Tage fantastisches Beachvolleyball bieten. 16’000 Zuschauerinnen und Zuschauer in 10 Tagen lassen sich ebenfalls sehen. Vielen Dank an alle unseren treuen Partner und die rund 250 Helfer die wir brauchen, um einen solchen Event durchführen zu können.“