Die Schweiz jubelt, Tschechien Zweite im Frauenturnier

Die Holländerinnen Sinnema/Stubbe (Nr. 3) nahmen den direkten Weg ins Halbfinale und trafen dort auf die Qualifikantinnen aus der Schweiz (Gerson/Eiholzer). Dank grossem Kampfgeist sicherten sich die Schweizerinnen den Finalplatz und am späten Abend auch den Titel. Sie setzten sich in einem spektakulären Spiel gegen die Tschechinnen Bonnerova/Nakladalova durch. Auch das Schweizer Herrenteam Beeler/Krattiger hat noch Chancen auf den Titel. Der Youth Continental Cup ist mit zwei Liechtensteiner Teams gestartet und wird morgen wie das Herrenturnier des CEV Satellite mit den Finals abgeschlossen. Der Herbst zeigte sich von seiner milden Seite, das Stadion war dementsprechend den ganzen Tag gut besucht, bei beiden Finalspielen zum Bersten voll. 3’500 Zuschauerinnen und Zuschauer genossen etwas Sonne und klasse Beachvolleyball. 

Das zweite Halbfinal-Spiel bei den Frauen entschieden Bonnerova/Nakladalova gegen Behrens/Schumacher aus Deutschland, die gestern noch den Höhenflug des aufstrebenden Favoritenschrecks aus Rumänien Matei/Vaida beendeten, sehr deutlich mit 2-0 (21-16, 21-18) für sich. Das kleine Finale sicherten sich Behrens/Schumacher dann gegen           Sinnema/Stubbe deutlich mit 2-0 (21-11, 21-19). Bei den Holländerinnen schien die Luft nach einem starken und Turnier und der Halbfinal-Niederlage gegen die Schweizerinnen die Luft draussen. Behrens/Schumacher fassten nach dem Spiel glücklich zusammen: „Wir haben ja schon das zweite Mal gegen sie gespielt an diesem Turnier, so wussten wir in etwa, was uns erwartet. Wir haben vor allem versucht, viel Druck mit den Services aufzubauen, um damit Sinnema/Stubbe aus ihrer Comfort Zone zu bringen. Das ist uns im ersten Satz sehr gut und im zweiten Satz gut gelungen.“ Und was sagen die Deutschen zum Turnier in Vaduz: „Da wir ja immer wieder hierherkommen, ist das ja Beweis genug, wie sehr wir dieses Turnier mögen.“

Es scheint, als ob die Schweizer Teams Gerson/Eiholzer und Beeler/Krattiger zusammen am Drehbuch ihrer Spiele geschrieben haben. Sie zeigten einen etwas missglückten ersten Satz, um dann umso mehr aufzutrumpfen und mit Bärenstärke ins Spiel zurückzukommen. Beeler/Krattiger taten dies in ihrem zweiten Spiel der Loser-Runde am heutigen Tag gegen Perusic/Schweiner aus Tschechien und blieben damit im Turnier. Eiholzer/Gerson wandten diese „Taktik“ im Halbfinale gegen die Holländerinnen an und sicherten sich damit den Finaleinzug. Beeler/Krattiger meinten nach dem Spiel gegen Perusic/Schweiner: „Wir versuchten nach dem nicht sehr glücklichen Start einfach wieder unsere Stärke der letzten Wochen auszuspielen – und das ist uns sehr gut gelungen.“ Eiholzer/Gerson schrieben ihren starken zweiten Satz und damit den Sieg vor allem ihrem stärkeren Service zu, sie reagierten aber nicht nur mit druckvollen Services, sondern insgesamt mit einer starken Leistung im Block und einigen spektakulären Aktionen in der Verteidigung.

„Einfach nur geniessen“

Das wollten die Schweizerinnen dann im Finale. Die Stimmung in Vaduz, das zum Bersten volle Stadion und das insgesamt sehr erfolgreiche Turnier, das sie mit der Qualifikation starteten. Und das gelang ihnen. Sie starteten stark in den ersten Satz und es entwickelte sich ein offenes, hochstehendes Spiel mit dem besseren Ende für die Schweiz. Im zweiten Satz wackelten die Schweizerinnen dann zu oft sowohl in der Annahme und im Angriff. Im dritten Satz fanden sie zurück zu ihrem bärenstarken Spiel mit sehr druckvollen Services und gutem Spiel im Block und in der Verteidigung. Der letzte Service des Spiels war dann bezeichnend auch ein Ace der Schweizerinnen, 1-2 (19-21, 21-16, 11-15).

England und Italien neben den Schweizern Favoriten

Gregory/Sheaf aus England und Caminati/Rossi aus Italien gewannen ihre Spiele der Runde 3. Sie stehen damit direkt im Halbfinale und gehören zusammen mit den Schweizern Beeler/Krattiger zu den Favoriten des Turniers.

Spanien und Schweden Favoriten beim Youth Continental Cup

Heute fanden die ersten Spiele für die Qualifikation für die Youth Olympic Games statt. Die Liechtensteiner Nachwuchsteams Belinda Jehle/Michelle Tijkorte und Severin Broder/Jannis Wymann wurden mit der Teilnahme weiter an internationale Turniere herangeführt. Von einem Satzgewinn waren sie noch etwas entfernt. Gemäss der Nachwuchs-Nationaltrainerin Petra Schifferle-Walser ist es das Ziel solcher Einsätze, die Teams „internationale Luft schnuppern zu lassen und so viel wie möglich zu profitieren“. Morgen werden die Finalspiele ausgetragen. Die ersten beiden Teams kommen weiter und können sich in einem Finalturnier für die Olympischen Jugendspiele 2018 qualifizieren. Bei den Buben sind die Schweden die Favoriten, bei den Mädchen Spanien.